19 Unsere Weihnachtsgeschichte

Bald ist es soweit, es beginnt die Weihnachtszeit.
Um uns ein wenig einzustimmen habe ich mir gedacht dass wir gemeinsam eine Weihnachtsgeschichte schreiben.
Ich gebe euch die Vorlage und ihr sollt das Ende schreiben. Ihr könnt mir dann das Ende bis zum 16. Dezember zuschicken und dann dürfen alle bis zum 24. Dezember abstimmen welche Geschichte besser ist.
Der Gewinner bekommt von mir ein Päckchen zugeschickt das ihm ein paar kalte Tage verschönern soll.
Viel Spass beim schreiben und voten :)

Es ist 1 Tag vor Weihnachten und noch dazu ist es ein Sonntag, es sollte alles perfekt sein. Wie gesagt, sollte. Dieses Jahr ist jedoch alles anders als sonst.
Hätte mich jemand vor 1 Monat gefragt was ich mir zu Weihnachten wünschen würde, hätte ich keine Antwort darauf gewusst. Bis jetzt verliefen unsere Weihnachten wie im Bilderbuch.
Und dieses Jahr schien es mir noch besser zu werden.
Ich hatte den perfekten Mann, die perfekte Tochter, ein perfektes Leben.
Mein Chef versprach mir eine Beförderung in unserer Kanzlei. Ich bin gelernte Anwältin dich fühlte mich eher als Sekretärin. Trotz alledem blieb ich unserer Kanzlei treu und endlich schien es sich auszuzahlen.
Nichts hätte damals meine Laune trüben können denn damals stand ich kurz vor meinen Weihnachtseinkäufen und Vorbereitungen, welche ich bereits im November beginne.
Ich liebte Weihnachten und konnte es kaum erwarten Plätzchen zu backen, das Haus zu schmücken und mit meiner Familie heissen Kakao zu trinken.

Doch nie im Leben hätte ich mir ausmalen können dass sich meine ganze Vorfreude so rapide in Luft auflösen könnte.
Es begann ganz harmlos als meine Tochter strahlend von der Schule kam und mir erzählte ihr Schwarm Roman hätte sie endlich angesprochen und sie wären jetzt ein Paar.
Ich freute mich für mein kleines Mädchen und schlug ihr vor dass Roman an Weihnachten gerne zu uns kommen könnte.
Doch Nora senkte die Augen und versuchte mir irgendetwas zu sagen, es gelang ihr nur mühevoll. Ich musste versuchen zu verstehen was sie so bedrückte.
"Roman und seine Familie...über Weihnachten...Griechenland...bin eingeladen...sie bezahlen...so cool."
Ich musste mich anstrengen um mir ein echt wirkendes Lächeln aufs Gesicht zu zaubern.
"Schatz, ich zwinge dich ja nicht hier zu bleiben."
Sie fiel mir um den Hals und drückte mir einen trockenen Kuss auf die Wange.

Nun das war der erste Streich und der Zweite folgte gleich wie es so schön heisst.
Die Kanzlei gewann zunehmend an Kunden, was etwas Gutes war. Eigentlich. Für mich bedeutete es mehr Arbeit als zuvor, kaum Freizeit und schlussendlich eine tiefe Enttäuschung. Mein Chef kam auf die grandiose Idee von dem zusätzlichen Geld eine Topanwältin mit ins Team holen. Mir würde es ja sicher nichts ausmachen meine bisherige Arbeit weiterzuverrichten. Ich wäre ja schliesslich so gut darin.
Nein aber natürlich machte es mir nichts aus.
Das Fass begann sich zu füllen.
Zu hause brauchte ich Trost den ich bei meiner Tochter, die nur noch nach Hause kam um neue Klamotten mit zu Roman zu schleppen nicht suchen konnte. Meinen Mann wollte ich nicht noch mehr mit meinen Problemen belasten also kam ich zu der einzigen logischen Lösung, meine geliebte Katze Susi.
Sie hörte mir zu ohne über mich zu urteilen und war ohnehin mein kleiner Schmusetiger.
Ihre Kopfnüsse und ihr Schnurren würde mich schon wieder beruhigen.
Doch wie zu erwarten wand auch Susi sich gegen mich.
Sie wollte nicht dass ich sie hochhebte und fing direkt an zu Fauchen.
Ich lies mich also frustriert und ganz alleine auf die Couch fallen und versuchte mich selbst aufzumuntern.
"Jetzt nicht in Selbstmitleid verfallen Tanja! Es wird sicher alles wieder gut."
Als das Telefon klingelte und mein Chef am anderen Ende zu hören war sah ich drüber hinweg und verabschiedete mich von meinem Weihnachtsfest. Denn danach sass ich wie heute auch noch bis spät in die Nacht an meinem Schreibtisch und versuchte Ordnung zu schaffen.
Keine Dekoration. Keine Plätzchen. Keine Tochter.
Na dann, Weihnachten kann kommen...




a)
Am nächsten Morgen wachte ich auf und ich hatte ein sehr ungutes gefühl. Irgendetwas würde die nächste Zeit passieren. Was es war wusste ich nicht. Ich dachte nicht weiter drüber nach und ging meinen Verpflichtungen nach wie jeden tag. Ich wusch wäsche und räumte das Haus auf. Endlich hatte ich noch ein wenig zeit das Haus zu schmücken und die vorfreude wieder aufleben zu lassen. Mein mann half mir die Weihnachtsbeleuchtung aufzuhängen und Plätzchen zu backen. Nachmittags wollte Nora anrufen um uns zu erzählen wie die Reise war und ob sie gut angekommen sind. Der Tag verging und ich kam schon etwas mehr in Stimmung. Mein Mann sagte mir das er noch schnell mal wegmuss etwas abholen. Ich hoffte es war mein Geschenk und es sollte etwas schönes sein sagte er. Also blieb ich allein zuhause und wartete auf den Anruf von Nora. Es wurde Abend und Tom kam endlich zurück. Er hatte ein riesen Pakte dabei. Er kam ins Wohnzimmer und sah das ich bedrückt aufs Telefon starrte. „ Was ist los Liebling?“, fragte er mich besorgt. „Nora, sie hat noch nicht angerufen. Ich hab da ein ungutes Gefühl.“, sagte ich mit trauriger Stimme. Tom wollte mich beruhigen und sagte mir das es sein kann das sie zu spät angekommen sind und sie uns nicht stören wollte. Ich wollte grad anfangen zu reden als das Telefon klingelte. Ich stürmte dran und war froh das es Nora war. Wir unterhielten uns lange, irgendwann rief Tom das dass essen fertig war und ich legte auf. Ich sagte Nora das ich sie liebe und sie vermisse. Wir aßen gemeinsam zu abend und hatten doch noch wunderschöne Weihnachten. Ich bekam von ihm einen liebevoll hergestellten Ring, er war sehr antik und er wusste das ich mir den schon immer gewünscht habe. Das große Paket war für Nora, sie wollte schon lange eine Stereoanlage haben und Tom hatte gespart und sie ihr gekauft. Aber mein komisches Gefühl wollte einfach nicht verschwinden. Ich dachte nicht darüber nach und verbrachte mit Tom bei seiner und meiner Familie eine schöne Weihnacht. Nora meldete sich die erste Zeit fast jeden tag, irgendwann kam kein Ton mehr von ihr. Tom meinte das könnte sein weil sie Ramons familie besuchten. Ich war mir nicht sicher und bekam immer mehr angst das dass Gefühl etwas mit ihr zu tun hatte.

Als am ende der weihnachtsferien ich noch immer nix von Nora gehört hatte, beschloss ich sie anzurufen. Meine Freundin Karen war da, Karen konnte Grieschich und dolmetschte, also riefen wir die nummer an die Nora uns hinterlassen hatte. Karen legte nach 20 Sekunden wieder auf und versuchte es noch mal. Wieder nach 20 Sekunden legte sie auf. Sie sah mich traurig an. „Tanja, ich will dich nicht beunruhigen. Aber die nummer ist existiert nicht.“, sagte sie mitleidig. Ich versuchte nicht in panik zu geraten und suchte die Nummer im Telefon, von der aus Nora ein paar Tage vorher angerufen hatte. Sie stand als unbekannt drin. Mehr und mehr machte ich mir sorgen. Ich rief Tom an und erzählte ihm davon. Er wurde auch langsam besorgt und versprach mir, dass er versucht rauszufinden von welcher Adresse aus Nora angerufen hatte. Tom arbeitete bei einem Telefonkonzern und hatte bessere möglichkeiten daran zu kommen. Endlich rief er zurück. Seine Nachrichten waren nicht gut. Nora hatte von einer Telefonzelle aus angerufen. Ich geriet langsam in Panik. Nachdem Tom heimkam, er ging früher weil ich kurz davor war einen Nervenzusammenbruch zu bekommen, gingen wir gemeinsam zur Polizei. Da sagte man uns man könne nichts machen. Nora sei noch nicht lange genug weg und sie wäre bestimmt bald wieder da. Die Antwort war vernichtend. Als wir daheim ankamen versuchte ich es nocheinmal. Wieder nix unter der Nummer. Ich weinte mich diese nacht in den schlaf.

7 Tage später gingen wir wieder zu der Polizei, diesmal hörten sie uns zu. Wir erzählten alles was wir wussten und hatten ein Foto von Nora dabei. Auch ein Foto von Roman. Als der Polizist das foto sah wurde er bleich. Er sagte uns mit bedauern das Roman wegen Menschenhandels gesucht würde. Ich fing an zu weinen. Ich würde meine kleine nie wieder sehen. Tom wurde wütend auf dem Weg nachhause. Wir redeten und beschlossen uns nicht zu streiten, sondern zusammen zu halten.

Das ganze ist jetzt 4 Jahre her. Nora haben wir seitdem nie wieder gesehen. Wir wissen bis heute noch nicht was passiert ist. Es ist schrecklich wenn man ein Kind nie wiedersieht und auch nicht weiß was passiert ist. Tom und ich versuchen immer noch alles um Nora zu finden, wir haben Ihre spur bis nach Amerika verfolgt aber dort hörte sie dann auch auf. Ich weine jeden abend und habe angst was passiert ist. Mittlerweile habe ich ein Buch darüber geschrieben, nachdem ich es veröffentlichte meldete sich ein Privatdetektiv der sich darauf spezialiesiert hatte Kinder aus den fängen von Menschenhändlern zu befreien. Wir mussten noch mal ganze 3 Jahre warten bis wir Erfolg hatten und Nora wieder bei uns war. Wir machen jetzt eine Familientherapie, Nora wollte uns nie erzählen was passiert war. Sie sagte es wäre zu grausam und sie wolle uns keine Angst machen. Sie ist nicht mehr so fröhlich wie früher und auch nicht mehr so glücklich. Aber so langsam findet sie einen Weg zurück ins normale Leben. 

Lisa

b) 
Nora ist mit Roman auf dem Weg nach Griechenland, meine Katze mag mich nicht mehr und mein Mann hat andere Sorgen als mir zu zuhören. Ich sitze gefühlte 3 Tage an meinem Schreibtisch im Arbeitszimmer und ein Blick auf die Uhr verrät mir 02.32 Uhr. Es ist Heilig Abend. Das Haus, es riecht weder nach Zimt oder Orange und schon gar nicht nach Weihnachten. Weihnachten. Weihnachten. Scheiße hier ! Was ist Weihnachten für mich? Ich wusste es immer ganz genau. Das Fest der Liebe, welches ich mit meiner eigenen kleinen „perfekten“ Familie verbringe – verbracht habe. Ich stehe auf und verlasse mein Arbeitszimmer, schalte das Licht an, schlendere die Treppe herunter und steuere gerade Wegs auf die Wohnungstür zu. Ich schließe sie auf mit dem Schlüssel der noch in dem Schloss verweilt und trete über die Schwelle. Es ist kalt, es ist Arsch kalt! Nachdem sich meine Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erkenne ich auch warum. Schnee, überall Schnee. Auf der Steintreppe vor unserem Eingang, auf unserer Wiese, auf den herumstehenden Bäumen, auf der Straße, auf den Dächern.. Einfach überall. Es ist so Frustrierend.. Ich inspiziere traurig die wunderschön geschmückten Häuser unserer Nachbarn und stelle ernüchternd fest dass sie sich jedes Jahr wieder übertreffen. Alles leuchtet einladend, teilweise sind sogar die Dachrinnen beleuchtet mit lichterketten die in einem schönen gelb leuchten. Rehn Tiere die einen schlitten ziehen, natürlich mit einer wunderbaren bunten Beleuchtung. Glitzernde Geschenke weilen im Schnee, doch man erkennt nur die brennenden Glühbirnen da der Schnee sie bedeckt. Es ist perfekt, einfach nur perfekt. Das Wetter, die Atmosphäre im Geschmückten Dorf. Ich bin frustriert. Warum gerade an Weihnachten? Wegen der ganzen Arbeit hatte ich keine Zeit auch nur Plätzchen zu backen. Es hätte so wie so keinen Spaß gemacht, denn eigentlich ist das die „Nora und Tanja“ Zeit. Trotz meiner Bemühungen nicht daran zu denken, Erinnere ich mich an letztes Jahr. Wir machten uns an Zimtsterne, Vanillekipferl und Lebkuchen. Nun die Küche gleicht dann zwar einem Schlachtfeld und meine Tochter so wie ich haben Mehl in den Haaren und im kompletten Gesicht, was aber in meinen Augen ein Zeichen von purem spaß ist. Wir legen immer ihre alten weihnachts CD’s ein und singen gemeinsam „in der weihnachts Bäckerei“, „oh Tannenbaum“, und viele weiteren Lieder. Während die Plätzchen im Backofen vor sich her backen, setzen wir uns zu der schnurrenden Susi, die sich von ihren Stammplatz auf der Couch vor dem Kamin nicht mehr vertreiben lässt. Dann schauen wir Fernseher mit einem Tee in der Hand. Ich liebe es wenn das Haus sich mit Plätzchengeruch füllt.
Naja, das waren die letzten Jahre. Dieses Jahr ist mein Erstes Weihnachten ohne das alles. Habe ich schon erwähnt, dass ich frustriert bin? Die Kälte legt sich schwer auf meine Schultern, weshalb ich beschließe in das Haus zu gehen. Nachdem ich die Tür geschlossen habe, gehe ich in unser Wohnzimmer, in der Hoffnung mein Mann hat vielleicht einen Weihnachtsbaum gekauft. Doch bevor ich den Raum betrete, weiß ich das ich den weg umsonst gehe. Eigentlich kaufe ich den Weihnachtsbaum schon 2 Wochen vorher. Gemeinsam schmücken wir 3 ihn dann und ich erfreue mich an unserem Kunstwerk. Immer wenn ich ihn anschaue bin ich ein wenig traurig wegen der Gewissheit dass er schon bald wieder weg ist. Nun ja, über die herunter  fallenden Nadeln ärgere ich mich immer wieder, aber  die gehören nun mal dazu. Als ich im Wohnzimmer stehe stelle ich fest, dass kein Weihnachtsbaum zu sehen ist. Ich lehne meine Kopf an die Wand, mit dem Blick auf die Stelle geheftet an der er eigentlich stehen soll. Doch der Platz ist frei. Kein Grüner Tannenbaum mit Bunten Kugeln, Lichterketten und einen Stern auf der Spitze. Keine Krippe zu sehen. Einen kurzen Moment überlege ich, ob es möglich ist das alles jetzt noch zu schaffen. Die Deko steht in Kisten verstaut im Keller und morgen könnte ich einen Baum und Plätzchen kaufen. Aber nein, ich bin zu müde und entschließe mich in mein Bett zu gehen. Wie so oft hat mein Mann Nachtschicht und so bin ich alleine. In meine Decke eingewickelt denke ich darüber nach was ich falsch gemacht haben kann und ob es meine Schuld ist. Doch schon reißt mich die Nacht in den Schlaf. Ich träume schlecht und weiß dass mein geliebter Colin um 6 Uhr nach Hause kommt. Vielleicht schlafe ich dann ja besser?
Als ich aufwache spitze ich meine Ohren, stelle zu meinem Entsetzen fest dass meine Mutter mit Colin redet. Genervt drücke ich mich zurück in die Kissen und Ziehe meine Decke über den Kopf. Schritte nähern sich dem Schlafzimmer, die Tür öffnet sich und Colins stimme dringt in meine Ohren: „ Guten Morgen mein Schatz, deine Mutter wartet unten auf dich.“ „Was will sie von mir?“, raune ich. „Hast  du vergessen was für ein Tag heute ist? Ihr 2 geht doch jedes Jahr noch in die Stadt, Kaffee trinken und ein bisschen Bummeln“ , erinnert er mich und haucht mir einen Kuss auf die Stirn, nachdem er sie von der Decke befreit hat. „Hmmm“, brumme ich nur. Er riecht gut. Ich strenge meine Sinne an und stelle fest, dass es Kaffee Geruch, gemischt mit Zahnpasta und einem Käsebrötchen ist. „Oh, du warst schon beim Bäcker?“, stelle ich fest, „wie viel Uhr ist es denn?“ „Wir haben bereits 8 Uhr“, antwortet er mir. Irgendetwas stimmt hier nicht. Meine Mutter ist sonst erst um 10 bei mir. Dann verbringen wir  2 Stunden in der Stadt und Zuhause angekommen bereite ich das Abendessen vor. Und Colin schläft immer, er war noch nie nach einer Nachtschicht schon um 8 Uhr wach.  Ist es überhaupt 8 Uhr? Mit einem Blick auf den Wecker stelle ich fest – Ja. „Ich springe noch schnell unter die Dusche. In 30 Minuten bin ich fertig“. Mit einem Blick zurück auf meine warme Kuschelhöhle stehe ich auf und schlendere Richtung Badezimmer. Colin gesellt sich wieder zu meiner Mutter. Nachdem ich die Tür zum Badezimmer geschlossen habe, höre ich die beiden nicht mehr. Ein Blick in den Spiegel verrät mir, dass meine Haare wieder einmal machen was sie wollen. ‚Egal, ab unter die Dusche‘ befehle ich mir. Ich drehe den Wasserhahn auf und lasse das warme Wasser über mich laufen. Mit  einem Handtuch um mich gewickelt, Föhne ich meine Haare glatt und schminke mich ein wenig. Genau eine halbe Stunde später stehe ich Abfahrbereit in der Küche. „Guten Morgen mein Kind“, strahlt meine Mutter mich an. „Gut ist etwas anderes“, gebe ich frustriert zurück. ‚Oh nein‘ geht es mir durch den Kopf ‚Bitte frag jetzt nicht warum‘. Ich habe einfach keine Lust mir wieder bewusst zu machen woher meine schlechte Laune kommt. Doch wundersamer Weise fragt sie nicht. „Können wir los? Ich habe heute viel vor!“, klärt meine Mutter mich auf. Ja ja meine Mutter. Sie ist ein steht`s fröhlicher  Mensch, ich schätze das habe ich von ihr. „Aha, okay, dann lass uns los“, antworte ich ihr. „Ich frühstücke unterwegs, Schlaf gut mein Schatz“, sage ich zu Colin gewandt. Ich mustere ihn und stelle  fest das ich ihn immer noch liebe wie am ersten Tag – und er mich! Gemeinsam bekamen wir vor 16 Jahren unsere wunderbare Nora. Naja, er bleibt mir ja noch heute, hoffentlich. Doch irgendetwas stimmt hier nicht.
Ich schaue auf die Uhr und schreibe Colin eine Sms: „Komme gleich nach Hause, bestellst du etwas zu essen?“. Mit einem nüchternen Blick auf meine Uhr stelle ich fest – 16.00 Uhr. Und ich kann nicht mal sagen was wir die vielen Stunden gemacht haben. Meine Laune hat mich unterstützt die Zeit zu vergessen – Mir war alles egal.
Mich trifft der schlag! Ich blicke mich um und habe  die Befürchtung mich verfahren zu haben. Das ist doch nicht mein Haus? Es ist geschmückt! Doch, das ist meine Straße, meine Hausnummer- Mein Haus! Eilig parke ich das Auto und bleibe vor unserem Grundstück stehen. „Ach du heilige Schhhh…“, entfährt es mir. Es ist wunder schön. Mein Haus ist geschmückt mit vielen Lichtern, einem Freundlich lächelndem Schneemann der leuchtet und lichterketten wohin das Auge reicht. In den Fenstern stehen Kerzen und meine geliebte Weihnachts Deko. Erkenne ich da etwa einen Tannenbaum? Schnell aber vorsichtig stampfe ich durch den Schnee (Es hat einfach nicht aufgehört zu Schneien) direkt auf die Wohnungstür zu, schließe sie eilig auf und traue meinen Augen nicht. Der Schlüssel passt, es ist mein Haus- ich bin mir sicher! Stimmen dringen in mein Ohr und mit jedem Schritt näher zweifle ich an meinem verstand. Das ist Nora, Colin, und 3 Stimmen die ich nicht kenne. Der Duft des Essens steigt mir die Nase was ich Augenblicklich entdecke. Auf dem Tisch und 5 Personen sitzen daran. „Überraschung Mom“, ruft Nora freudig. „Dieses Jahr sind wir dran, habe ich dir doch gesagt oder? Darf ich vorstellen Roman und seine Eltern Sabine und Aléxios“. Beide stehen auf und begrüßen mich. „Vielen Dank für die Einladung“, strahlen sie. Colin sieht mich strahlend an: „Wie ich sehe, ist die Überraschung gelungen, mein Schatz“. Ich strahle. Ich kann es einfach nicht glauben! Das war alles geplant und es ist wunder schön! Nachdem auch meine Eltern eintreffen bin ich vollends glücklich. „Mein Kind, es ist so schwer die Zeit mit dir tot zu schlagen“, lacht sie. „Aber du hast es geschafft“, lobt mein Vater sie. Ich kann es immer noch nicht fassen. Im Wohnzimmer steht ein wunderschön geschmückter Weihnachtsbaum, unter dem einige Geschenke ruhen. Eilig lege ich meine hinzu und stelle bedrückt fest,  dass ich keine Geschenke für Roman und seine Eltern habe. „Ich habe gar kein Geschenk für euch“ –„ Das ist nicht schlimm, immerhin konntest du nichts ahnen!“, lachen die beiden.
Wir sitzen am Tisch und genießen das leckere essen, welches Sabine und Aléxios gekocht haben. ‚Es ist perfekt‘ denke ich. ‚Ja, perfekt‘. Das strahlen aus meinem Gesicht bekomme ich den ganzen langen Abend nicht mehr aus meinem Gesicht. „Das hier ist das Schönste Weihnachtsgeschenk was ihr mir machen konntet! Dieses Fest mit meinen Eltern, meiner Tochter, meinem Mann und dem Familienzuwachs“, spreche ich meine Gedanken laut aus. „Herzlich Willkommen, auf weitere gemeinsame Frohe Weihnachten“, heiße ich Roman und seine Eltern Willkommen.  ‚Und auch allen anderen Familien wünsche ich ein tolles Fest‘ denke ich für mich.


Nadine

1 {Rezension} Linna singt

http://4.bp.blogspot.com/-4cOqhuStxhg/UHU6Lv8_EnI/AAAAAAAAE9o/ihkUcxB71v4/s1600/Linna%2Bsingt%2Bmit%2Bund%2Bohne%2BSU.JPG
 

Linna singt

Bettina Belitz
·  Gebundene Ausgabe: 508 Seiten
·  Verlag: Script5 (10. September 2012)
·  Sprache: Deutsch
·  ISBN-10: 3839001390
·  ISBN-13: 978-3839001394
5 Jahre lang hat Linna keinen Kontakt mehr mit ihren ehemaligen Bandkollegen von „Linna singt“. Doch dann bekommt sie eine Nachricht dass sie ein letztes Mal für ein Konzert gebucht sind. Nach gründlichem Überlegen entscheidet Linna sich dazu zu ihren „Freunden“ zu fahren und sie nicht schon wieder hängen zu lassen. Denn sie war es die die Band aufgelöst hat, was ihr noch nicht ganz vergeben wurde.
Vor allem Maggie kann Linna nicht verzeihen.
Ein früherer Fan bot den Bandmitgliedern an in einer Hütte in den Bergen, die seinem Onkel gehört, proben zu können. Sie sehen es als Chance und nehmen dankend an. Doch schnell eskaliert die Situation und Linna steht als Lügnerin da. In der Hütte werden plötzlich seltsame Psychospielchen gespielt und keiner weiß wer der Täter ist. Der Verdacht fällt schnell auf Linna. Wer ist der Täter? Ist sie es im Endeffekt doch vielleicht selbst?

2 {Rezension} Dark Canopy


Dark Canopy

Jennifer Benkau
·  Gebundene Ausgabe: 524 Seiten
·  Verlag: Script5 (1. März 2012)
·  Sprache: Deutsch
·  ISBN-10: 3839001447
·  ISBN-13: 978-3839001448
Einst von den Menschen zum Krieg geschaffen. Besser, schneller, größer, stärker, das sind die Percents. Diese jedoch wendeten das Blatt, rissen die Macht an sich und versklavten die Menschen. Viele ergeben sich und finden sich mit ihrem Schicksal ab. Ganz anders die Rebellen wie Joy, sie gehört zu denen die kämpfen wollen. Sie wollten für Freiheit und Sonne kämpfen, diese sehen die Menschen nämlich nur für 2 Stunden täglich an denen die von den Percents erschaffene Maschine „Dark Canopy“, welche die Sonne abdunkelt, ausgeschaltet ist.
Eines Tages wird Joys beste Freundin Amber von den Percents gefangen und Joy setzt sich zum Ziel sie zu befreien. Der Plan scheitert und sie gerät ebenfalls in Gefangenschaft der Percents.
Doch Joy soll ein anderes Schicksal haben als Amber, die als Dienerin eines Percents ihr Leben verbringen muss. Sie wird auserwählt als Soldat an dem jährlichen Chivvy, eine Menschenjagd, zu kämpfen. Dazu wird sie einem Varlet, (noch nicht „erwachsener“ Percent) untergeordnet, der sie trainieren soll. Neél. Er wirkt anfangs grausam und unmenschlich. Ab und an hat man Angst er würde Joy umbringen weil diese ihre Klappe nicht halten kann doch so ist es nicht. „Die Percents sind alle gleich“ so heißt es, so lernen die Menschen es und so sieht auch Joy es. Bis sie Neél besser kennen lernt.
Die Percents kennen keine menschlichen Gefühle.
Das erweist sich als falsch.
Die Gefühle werden sogar so menschlich dass sie Neél und Joy enger aneinander binden als sie jemals für möglich gehalten haben.
Ich muss sagen wie es ist, mein Liebling ist Neél.
-Trotz seiner manchmal sehr aggressiven Art ist er einfühlsam und liebenswert. Wäre er ein Mensch würde die Sache vielleicht etwas anders aussehen, doch eben dieser Grund dass er eben kein Mensch ist macht ihn so wundervoll. Er wächst mit Kampf, Hass gegen die Menschheit, und Erniedrigung auf und doch würde er alles für eine Menschenfrau ausgeben.
Er hat eine große Veränderung im Laufe der Geschichte gemacht die mir nur positiv aufgefallen ist.
- Natürlich darf man Joy nicht vergessen zu erwähnen. Sie ist eine echte Rebellin, kampflustig, stur und nicht auf den Mund gefallen. Sie lässt sich nichts von Neél gefallen und das ist wohlmöglich einer der Gründe weshalb er sich in die verliebt.
Sie setzt ihr eigenes Leben für das ihrer besten Freundin aufs Spiel und sieht das als ihre Pflicht.
- Die Nebenprotagonisten könnte ich mir nicht wegdenken. Jeder steuert seine wichtige Rolle dazu.
Da haben wir Gaves, der „Rebellenvarlet“, der durch seine Gutmütigkeit und Freundlichkeit ausgezeichnet wird.
Da ist Matthial, der beste Freund und Liebhaber von Joy, der zugleich der Sohn des Clanführers ist. Er tut alles für Joy und setzt sogar seinen Platz im Clan aufs Spiel um sie zu retten.
Amber, die gebrochene Freundin, ohne die das ganze niemals passiert wäre und deren ganzes Leben in Trümmern liegt.
Und viele weitere fantastische Charaktere ohne die das Buch nicht zu dem geworden wäre was es ist.

Ich konnte, nein ich wollte mich nicht von dem Buch trennen. Jedes Mal wenn ich es aus der Hand legen MUSSTE waren meine ersten Gedanken wann ich es denn weiterlesen könne.
Hätte ich gekonnt, hätte ich es durchgelesen. Ich hätte es mit ins Badezimmer genommen, ich hätte es mit zum Essen genommen.
Jennifer Benkau hat mich mit ihrem Schreibstil in einen Bann gezogen der mich nicht mehr frei lies.
Die perfekte Mischung aus Spannung und Gefühl. Unnötigen Beschreibungen der Umgebung, (was ich fast in jedem Buch zu bemängeln habe), gibt es keine.
Angst, Hass, Liebe, Vertrauen, Freundschaft. Alles Merkmale dieser wundervoll düsteren Dystopie.
Mein Lieblingsgenre und dies ist ab jetzt meine Lieblingsdystopie.
Ich finde keinen einzigen Minuspunkt dieser Geschichte.
Die nicht im Vordergrund stehende oder übertriebene Liebesgeschichte zwischen Joy und Neél ist hervorragend gelungen. Kein Kitsch. Keine Übereilung, er schlich sich nach und nach in unsere Herzen. Ja, ich meine in unsere. Jede kleinste Berührung, jedes Lächeln. Es ist ein Lob an die Autorin wenn ich schreibe dass ich manchmal die Luft anhalten musste wenn er ihr eine dieser Gesten schenkte, denn das bedeutet dass sie es so echt wie möglich rüber gebracht hat.
Das Buch ist für jeden Dystopie Fan geeignet. Die Spannung lässt einen nicht im Stich. Das einzige was mich zutiefst verletzt ist dass ich noch bis März 2013 auf die Fortsetzung warten muss.

                              

                              
 

      +


 

1 12.10.2012








Endlich trau ich mich an den 4. Band



Heute fange ich mit meinwr Aktion an. Die ersten Seiten liegen vor mir ;)
Der 2. Teil kommt im Dezember also habe ich mir den 1. endlich als Buch gekauft (ich hatte es vorher nämlich nur als E-Book)

1 {Rezension} Lucian



  • Lucian Preis: EUR 18,99
  • Gebundene Ausgabe: 553 Seiten
  • Verlag: Arena Verlag; Auflage: 1., Aufl. (9. September 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3401062034
  • ISBN-13: 978-3401062037
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Ein ganz normales Mädchen, ganz normale Freunde, eine mehr oder weniger normale Familie. Das ist Rebeccas Leben. Bis zu einem Mittwochabend, den Rebecca wie jeden Mittwoch mit ihrer Mutter und deren Lebensgefährtin Patrizia verbring.
Sie weiß nicht was, aber sie hat ein Gefühl als verändere sich irgendetwas und sie soll Recht behalten. In dieser Nacht träumt Rebecca von ihrem Tod. Nach diesem Horrortraum wacht Rebecca auf und sieht vor ihrem Fenster in der Dunkelheit einen Jungen. Von Anfang an übt dieser Unbekannte eine Faszination auf Rebecca aus, welche sie sich nicht erklären kann. Von dieser Nacht an läuft ihr dieser mysteriöse Typ immer und immer wieder über den Weg. Sie werden praktisch magisch voneinander angezogen und schnell macht sich ein unerklärliches Gefühl breit, als würden sie sich schon ewig kennen. Dabei liegen sie nicht einmal falsch...
Da komme ich aus dem Urlaub wieder und mein Gewinn vom Gewinnspiel von "Sturz in die Zeit" ist endlich angekommen :)
Leider ist es der 3. Teil und ich muss mir die andern 2 auch noch kaufen :D



0 {Rezension} Die Besessene



  •  Die Besessene   Preis: EUR 14,95
  • Gebundene Ausgabe: 420 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. September 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423760613
  • ISBN-13: 978-3423760614 
  • Originaltitel: Poison Heart
Katys Leben war unscheinbar, ohne gute Freunde, ohne einen festen Freund und mit einer labilen Mutter doch dann scheint alles besser zu werden und Katy hat das Gefühl als würde sie zum ersten Mal im Leben wirklich dazu zu gehören.
Bis zu dem Tag als die unbekannte Genevieve auftaucht.
Katy hat von Anfang an ein schlechtes Gefühl und fühlt sich von Genevieve getalkt und stellt mit ihrem Nachbarn Luke einige Nachforschungen an um etwas Über Genevieve herauszufinden. Im Laufe der Geschichte wird Genevieve immer mysteriöser und schwört Katy ihr Leben zu zerstören.
 
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