2 {Rezension} Dark Canopy


Dark Canopy

Jennifer Benkau
·  Gebundene Ausgabe: 524 Seiten
·  Verlag: Script5 (1. März 2012)
·  Sprache: Deutsch
·  ISBN-10: 3839001447
·  ISBN-13: 978-3839001448
Einst von den Menschen zum Krieg geschaffen. Besser, schneller, größer, stärker, das sind die Percents. Diese jedoch wendeten das Blatt, rissen die Macht an sich und versklavten die Menschen. Viele ergeben sich und finden sich mit ihrem Schicksal ab. Ganz anders die Rebellen wie Joy, sie gehört zu denen die kämpfen wollen. Sie wollten für Freiheit und Sonne kämpfen, diese sehen die Menschen nämlich nur für 2 Stunden täglich an denen die von den Percents erschaffene Maschine „Dark Canopy“, welche die Sonne abdunkelt, ausgeschaltet ist.
Eines Tages wird Joys beste Freundin Amber von den Percents gefangen und Joy setzt sich zum Ziel sie zu befreien. Der Plan scheitert und sie gerät ebenfalls in Gefangenschaft der Percents.
Doch Joy soll ein anderes Schicksal haben als Amber, die als Dienerin eines Percents ihr Leben verbringen muss. Sie wird auserwählt als Soldat an dem jährlichen Chivvy, eine Menschenjagd, zu kämpfen. Dazu wird sie einem Varlet, (noch nicht „erwachsener“ Percent) untergeordnet, der sie trainieren soll. Neél. Er wirkt anfangs grausam und unmenschlich. Ab und an hat man Angst er würde Joy umbringen weil diese ihre Klappe nicht halten kann doch so ist es nicht. „Die Percents sind alle gleich“ so heißt es, so lernen die Menschen es und so sieht auch Joy es. Bis sie Neél besser kennen lernt.
Die Percents kennen keine menschlichen Gefühle.
Das erweist sich als falsch.
Die Gefühle werden sogar so menschlich dass sie Neél und Joy enger aneinander binden als sie jemals für möglich gehalten haben.
Ich muss sagen wie es ist, mein Liebling ist Neél.
-Trotz seiner manchmal sehr aggressiven Art ist er einfühlsam und liebenswert. Wäre er ein Mensch würde die Sache vielleicht etwas anders aussehen, doch eben dieser Grund dass er eben kein Mensch ist macht ihn so wundervoll. Er wächst mit Kampf, Hass gegen die Menschheit, und Erniedrigung auf und doch würde er alles für eine Menschenfrau ausgeben.
Er hat eine große Veränderung im Laufe der Geschichte gemacht die mir nur positiv aufgefallen ist.
- Natürlich darf man Joy nicht vergessen zu erwähnen. Sie ist eine echte Rebellin, kampflustig, stur und nicht auf den Mund gefallen. Sie lässt sich nichts von Neél gefallen und das ist wohlmöglich einer der Gründe weshalb er sich in die verliebt.
Sie setzt ihr eigenes Leben für das ihrer besten Freundin aufs Spiel und sieht das als ihre Pflicht.
- Die Nebenprotagonisten könnte ich mir nicht wegdenken. Jeder steuert seine wichtige Rolle dazu.
Da haben wir Gaves, der „Rebellenvarlet“, der durch seine Gutmütigkeit und Freundlichkeit ausgezeichnet wird.
Da ist Matthial, der beste Freund und Liebhaber von Joy, der zugleich der Sohn des Clanführers ist. Er tut alles für Joy und setzt sogar seinen Platz im Clan aufs Spiel um sie zu retten.
Amber, die gebrochene Freundin, ohne die das ganze niemals passiert wäre und deren ganzes Leben in Trümmern liegt.
Und viele weitere fantastische Charaktere ohne die das Buch nicht zu dem geworden wäre was es ist.

Ich konnte, nein ich wollte mich nicht von dem Buch trennen. Jedes Mal wenn ich es aus der Hand legen MUSSTE waren meine ersten Gedanken wann ich es denn weiterlesen könne.
Hätte ich gekonnt, hätte ich es durchgelesen. Ich hätte es mit ins Badezimmer genommen, ich hätte es mit zum Essen genommen.
Jennifer Benkau hat mich mit ihrem Schreibstil in einen Bann gezogen der mich nicht mehr frei lies.
Die perfekte Mischung aus Spannung und Gefühl. Unnötigen Beschreibungen der Umgebung, (was ich fast in jedem Buch zu bemängeln habe), gibt es keine.
Angst, Hass, Liebe, Vertrauen, Freundschaft. Alles Merkmale dieser wundervoll düsteren Dystopie.
Mein Lieblingsgenre und dies ist ab jetzt meine Lieblingsdystopie.
Ich finde keinen einzigen Minuspunkt dieser Geschichte.
Die nicht im Vordergrund stehende oder übertriebene Liebesgeschichte zwischen Joy und Neél ist hervorragend gelungen. Kein Kitsch. Keine Übereilung, er schlich sich nach und nach in unsere Herzen. Ja, ich meine in unsere. Jede kleinste Berührung, jedes Lächeln. Es ist ein Lob an die Autorin wenn ich schreibe dass ich manchmal die Luft anhalten musste wenn er ihr eine dieser Gesten schenkte, denn das bedeutet dass sie es so echt wie möglich rüber gebracht hat.
Das Buch ist für jeden Dystopie Fan geeignet. Die Spannung lässt einen nicht im Stich. Das einzige was mich zutiefst verletzt ist dass ich noch bis März 2013 auf die Fortsetzung warten muss.

                              

                              
 

      +


 

Kommentare:

  1. Ich hab es immer noch hier liegen und es schreit mich förmlich an "LIES MICH"!!!! :D Ach ja, irgendwann^^
    Schöne Rezension!
    LG Jan

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  2. OH du MUSST es auch unbedingt lesen.
    Es ist wirklich toll :)

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